Roter Apollo
Der Parnassius apollo, auch Apollofalter genannt, ist ein stark bedrohter Tagfalter aus der Familie der Ritterfalter (Papilionidae). Er besiedelt vor allem trockene, sonnige Gebirgslandschaften Europas und zählt zu den bekanntesten und schönsten Schmetterlingen des Kontinents.
Highlights der Art
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Lebensraum: Sonnige, trockene, felsige Hänge, Kalkschuttfluren, Geröllhalden, Magerrasen
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Nahrung: Raupen fressen Weiße Fetthenne (Sedum album), Große Fetthenne (Sedum telephium) und andere Dickblattgewächse
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Besonderheit: Weiße Flügel mit schwarzen Flecken und auffälligen roten Augenflecken (Warnfärbung)
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Flugzeit: Ende Mai bis August (eine Generation pro Jahr)
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Schutzstatus: IUCN „gefährdet“, in Deutschland Rote Liste Kategorie 1 („vom Aussterben bedroht“)
Verhalten & Charakter
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Eine Generation jährlich
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Raupe überwintert vollständig entwickelt im Ei
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Verpuppung am Boden oder unter Steinen in lockerem Gespinst
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Falter leben etwa 2–3 Wochen
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Weibchen legen bis zu 150 Eier einzeln an trockenen Substraten ab
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Männchen patrouillieren aktiv im Revier
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Stark standorttreu – Ausbreitung erfolgt nur langsam
Warum der Rote Apollo fasziniert
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Einer der bekanntesten Gebirgsschmetterlinge Europas
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Auffällige rote Augenflecken als Warnsignal vor Fressfeinden
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Eiszeitlicher Einwanderer mit isolierten Gebirgspopulationen
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Symbol für sonnige, intakte Felslandschaften
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Zeigt, wie empfindlich Arten auf Lebensraumveränderung und Klima reagieren