Feldlerchen -die Sängerin der Felder!
Die Feldlerche (Alauda arvensis) ist eine mittelgroße Lerchenart aus der Familie der Lerchen (Alaudidae). Sie besiedelt fast die gesamte Paläarktis, von Irland und Portugal bis Kamtschatka und Japan. In Mitteleuropa ist sie stark an landwirtschaftlich genutzte Flächen gebunden und zählt trotz Bestandsrückgängen zu den häufigsten Offenlandvögeln.
Highlights der Art
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Lebensraum: Weiträumige, nicht zu feuchte Offenflächen wie Wiesen, Weiden und Äcker; lückenhafte Vegetation bevorzugt
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Nahrung: Sommer: Insekten, Spinnen, Schnecken, Regenwürmer; Winter: Samen, Keimlinge, Gräser und Blätter
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Besonderheit: Singflug-Männchen steigen trillernd bis 50–100 m auf; bodenbrütend; Standvogel bis Kurzstreckenzieher je nach Region
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Schutzstatus: Weltweit ungefährdet; regional Rückgänge durch intensive Landwirtschaft; in Deutschland in Roter Liste Kategorie 3 („gefährdet“)
Verhalten & Charakter
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Tagaktiv, Brutzeit ab März bis Mitte Juli; oft 2–3 Bruten pro Jahr
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Nest am Boden in flacher Mulde, mit Pflanzenmaterial ausgekleidet; Gelege: 2–6 Eier, Brutzeit 11–12 Tage
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Jungvögel flügge nach 15–20 Tagen, selbständig nach 30 Tagen
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Männchen verteidigen Revier mit Gesang, oft Singflüge im Spiralflug
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Nach der Brutzeit: Schwarmbildung und Wanderungen in wärmere Regionen
Warum Feldlerchen faszinieren
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Typischer Agrarvogel Mitteleuropas und Symbol für offene Landschaften
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Einzigartiger Singflug: lange, trillernde Gesänge aus der Luft
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Zeigt Anpassung an Lebensräume nahe menschlicher Nutzung
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1998 und 2019 in Deutschland „Vogel des Jahres“
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Maßnahmen wie Lerchenfenster ermöglichen erfolgreiche Brut trotz moderner Landwirtschaft
Mit ihrem charakteristischen Gesang, dem aufsteigenden Singflug und ihrer engen Verbindung zu Wiesen und Feldern verkörpert die Feldlerche das Wesen der Mitteleuropäischen Agrarlandschaft.